Richard Thompson – „Hippies, Thugs and Heroes“ im Test: Ein Album voller Schurken
Das 20. Soloalbum des britischen Folk-Rock-Gitarristen erscheint am 16. Oktober. Louder Than War vergibt 4,5 von 5 Punkten und spricht von einem weiteren modernen Klassiker.
Foto: Bryan Ledgard / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video zur Single: YouTube · New West Records · youtube.com
Single: Cocaine Walking, Booze Talking
Richard Thompson, Mitgründer von Fairport Convention und einer der prägenden Gitarristen des britischen Folk-Rock, veröffentlicht am 16. Oktober sein 20. Soloalbum „Hippies, Thugs and Heroes“ bei New West Records. Die zwölf Songs entstanden im Hobosound Studio in Weehawken (New Jersey) nahe seinem Wohnort; produziert hat Thompson gemeinsam mit James Frazee. Die Band spielte live ein, meist in zwei bis vier Durchgängen. Als erste Single erschien Ende Juli „Cocaine Walking, Booze Talking“.
Das britische Magazin Louder Than War vergibt 4,5 von 5 Punkten und sieht das Album als Fortsetzung einer starken Reihe moderner Klassiker. Die Songs zeigen eine ganze Galerie von Schurken und Opfern: vom Sektenmitglied, das seinem Guru entkommen will, über Gauner und Taugenichtse bis zum unheimlichen Blues von „Stringer“. „Unsung Hero“ ehrt Menschen, die gefährliche, schmutzige Arbeit erledigen, und verbindet eine Folk-Melodie mit Funk-Groove.
Ruhigere Momente bieten das Duett „Pipe Dreams“ mit seiner Frau Zara Phillips und der Schlusssong „Siren“, nur mit Stimme und Akustikgitarre. Langjährige Fans würden das Album lieben, so die Kritik – es eigne sich aber auch gut als Einstieg für Neulinge.
