Radew: Lukoil hat Rohöl bis Mitte Dezember – „Diesel gibt es und wird es geben“
Bulgariens Premier weist im Parlament Warnungen vor Kraftstoffmangel zurück. Er nennt 560.000 Tonnen Rohöl in Lager und Tankern – und wirft Borissow Panikmache vor.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew hat Befürchtungen über einen Dieselmangel zurückgewiesen. Die Raffinerie von Lukoil in Burgas sei bis Mitte Dezember mit Rohöl versorgt, sagte er am Mittwoch bei einer Anhörung im Parlament. Nach seinen Angaben lagern 140.000 Tonnen Rohöl im Tanklager, weitere 420.000 Tonnen sollen aus drei Tankern in bulgarischen Hoheitsgewässern gelöscht werden; Preise und Versicherung dafür seien bereits vereinbart.
Bulgarien verbrauche rund 190.000 Tonnen Diesel im Monat, Lukoil produziere etwa 250.000 Tonnen, so Radew unter Berufung auf den Sonderverwalter der Lukoil-Firmen. Es gebe also einen Überschuss, Exporte seien kein Problem. „Diesel gibt es und wird es geben“, sagte der Premier. Es gebe „keinen Platz für Panik, keinen Platz für irgendeine Hysterie“.
Radew antwortete auf eine Frage des GERB-Abgeordneten Christo Gadschew. Er warf GERB-Chef Bojko Borissow vor, bei Reisen durchs Land Panik zu schüren, indem er vor Engpässen wegen erlaubter Dieselexporte warne. Die Anhörung befasste sich vor allem mit den Angriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer am 6. und 13. Oktober.
