Vatikan: Bei Papst Leo XIV. Lungenkrebs festgestellt – Lungenlappen entfernt
Die Operation in der römischen Gemelli-Klinik verlief nach Vatikan-Angaben ohne Komplikationen. Die Untersuchung bestätigte ein Adenokarzinom der Lunge.

Archivbild · Foto: Sergio López Prieto / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt. Das teilte der Vatikan am Dienstag nach einer Operation in der römischen Gemelli-Klinik mit. Die Chirurgen entfernten demnach den unteren Lappen der rechten Lunge; die Untersuchung bestätigte ein Adenokarzinom, eine häufige Form von Lungenkrebs, die schon vor dem Eingriff vermutet worden war. „Die Operation war erfolgreich, und es gab keine Komplikationen“, hieß es laut AP in der Mitteilung. Das Presseamt des Heiligen Stuhls erklärte, der Papst sei auf sein Zimmer zurückgekehrt, weitere Informationen würden folgen.
Geleitet wurde der Eingriff vom Chef der Thoraxchirurgie der Gemelli-Klinik, Stefano Margaritora. Nach den von AP wiedergegebenen Angaben des Vatikans war der 71-Jährige rund drei Stunden im Operationssaal, die eigentliche Operation dauerte etwa 90 Minuten. Angaben zum Stadium der Erkrankung oder zu einer weiteren Behandlung enthielten die bisherigen Mitteilungen des Vatikans nicht.
Leo XIV. hatte den kleinen, nach eigenen Worten „gut lokalisierten“ Knoten am Sonntag beim Mittagsgebet selbst öffentlich gemacht. Der Vatikan sagte alle Audienzen bis zum 20. Oktober ab; für die Erholung in der Klinik war vorab etwa eine Woche veranschlagt worden. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sagte, ihn habe die Gelassenheit des Papstes beeindruckt: „Wir sind zuversichtlich.“
