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Saririaky auf Madagaskar: Ein Stück Mondlandschaft, fotografiert von der ISS

Ein Raumfahrer hat im Süden Madagaskars ein rund 100 Quadratkilometer großes helles Felsmassiv fotografiert. Sein Gestein gleicht dem der hellen Hochländer auf dem Mond.

Grafik: Saririaky auf Madagaskar: Ein Stück Mondlandschaft, fotografiert von der ISS

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Im Süden Madagaskars hebt sich eine helle Felsfläche deutlich von ihrer Umgebung ab: das Anorthosit-Massiv von Saririaky. Ein Mitglied der Expedition 75 auf der Internationalen Raumstation ISS fotografierte es am 28. August 2026 mit einer Nikon Z9 und einem 400-Millimeter-Objektiv. Die NASA veröffentlichte das Bild mit Erläuterungen, ScienceDaily berichtete am 11. Oktober. Das freiliegende Gestein bedeckt den Angaben zufolge etwa 100 Quadratkilometer.

Anorthosit entsteht, wenn geschmolzenes Material tief unter der Erdoberfläche abkühlt und erstarrt. Auf dem Mond ist dieses Gestein weit verbreitet und bildet einen Großteil der hellen Hochländer, die mehr als vier Milliarden Jahre alt sind. Das Massiv auf Madagaskar entstand laut NASA im späten Präkambrium, vor mindestens 600 Millionen Jahren. Sehr ähnliches Gestein gibt es etwa in den Beartooth Mountains im US-Bundesstaat Montana.

Saririaky liegt in einer sogenannten duktilen Scherzone, in der die umliegenden Gesteine stark verformt sind. Sie zeugen von Zusammenstößen alter Kontinente, als sich der Superkontinent Gondwana bildete. Etwa 60 Kilometer weiter nördlich liegt in derselben Zone ein zweites Anorthosit-Massiv. Manche Forscher vermuten laut NASA, dass beide einst verbunden waren und durch tektonische Dehnung getrennt wurden.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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