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Satellitenstudie: US-Methan aus Öl und Gas sinkt kaum – trotz mehr Förderung

Forscher der Johns Hopkins University sehen keine messbare Wirkung der jüngsten US-Klimagesetze. Pro geförderter Einheit entweicht aber elf Prozent weniger Methan als 2019.

Symbolbild: Modell des Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-5P

Symbolbild · Foto: SkywalkerPL / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Methanemissionen der US-Öl- und Gasindustrie sind in den vergangenen Jahren trotz steigender Förderung kaum gesunken. Das zeigt eine am 13. Oktober in der Fachzeitschrift Communications Earth & Environment erschienene Studie unter Leitung der Johns Hopkins University. Das Team um den Doktoranden Ao Chen und Scot Miller, Associate Professor für Umweltgesundheit und -technik, wertete Satellitendaten der Instrumente TROPOMI und GOSAT aus und rechnete die gemessenen Methankonzentrationen mit einem Atmosphärenmodell auf die Quellen am Boden zurück (DOI: 10.1038/s43247-026-04039-0). Die Zahlen sind also modellgestützte Schätzungen auf Basis von Satellitenmessungen.

Demnach lagen die Emissionen der Branche bei 9,3 bis 10,4 Millionen Tonnen pro Jahr. Von 2019 bis 2023 sanken sie um 0,58 Millionen Tonnen (Spanne 0,30 bis 0,96), von 2023 bis 2024 stiegen sie wieder um 0,21 Millionen Tonnen – wobei die Spanne von minus 0,06 bis plus 0,53 reicht. Über den ganzen Zeitraum fielen die Emissionen bis 2024 um 3,5 Prozent (1,6 bis 6,2), während die Förderung um 8,5 Prozent wuchs. Die Methanintensität, also der Ausstoß pro geförderter Einheit, ging um 11,1 Prozent zurück (9,3 bis 13,6). Die Spannen geben die Bandbreite aus acht Modellvarianten an.

Die Autoren führen den Rückgang vor allem auf technische und betriebliche Verbesserungen, neue Pipelines und bestehende Vorschriften zurück. In Texas, dem größten Emittenten, sanken die Emissionen um 14 Prozent. „Wir finden keinen Hinweis darauf, dass eine Flut von Bundesgesetzen eine Wirkung auf die Emissionen hatte“, sagte Miller. Zugleich lagen die Satellitenwerte für 2019 bis 2022 im Schnitt rund 17 Prozent über dem offiziellen Inventar der Umweltbehörde EPA. Was ohne die Gesetze passiert wäre, können die Forscher nach eigenen Angaben nicht prüfen.

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