KI-Boom: ASML meldet Rekordumsatz und kommt mit dem Bau von Anlagen kaum hinterher
Der Chipausrüster setzte im dritten Quartal 11,7 Mrd. Euro um, der Gewinn stieg auf 5,0 Mrd. Euro. Für 2027 und 2028 reicht die geplante Produktion laut ASML nicht für die Nachfrage.

Archivbild · Foto: A ansems / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Der niederländische Chipmaschinenbauer ASML hat im dritten Quartal einen Rekordumsatz von 11,7 Milliarden Euro erzielt, gut die Hälfte mehr als ein Jahr zuvor (7,5 Milliarden Euro). Der Nettogewinn stieg auf 5,0 Milliarden Euro nach 2,9 Milliarden im Vorquartal, die Bruttomarge lag mit 57,5 Prozent über der eigenen Prognose. Grund dafür war nach Konzernangaben vor allem das starke Geschäft mit Upgrades und Service für bereits ausgelieferte Anlagen, das 3,3 Milliarden Euro beisteuerte.
Für das vierte Quartal erwartet ASML 14,2 bis 15,2 Milliarden Euro Umsatz. Die Jahresprognose für 2026 grenzte das Unternehmen auf 44 bis 45 Milliarden Euro ein, zuvor waren es 43 bis 45 Milliarden. Wegen der Investitionen in Künstliche Intelligenz zeigten einige Kunden bereits Interesse, Anlagen für 2029 und sogar 2030 zu bestellen, hieß es.
Die geplante Lieferkapazität für 2027 und 2028 werde die Nachfrage der Kunden nicht vollständig decken, teilte ASML mit. Konzernchef Christophe Fouquet erklärte, man prüfe deshalb Wege, die Kapazität für 2028 über die bereits angekündigte Steigerung um 30 Prozent hinaus zu erhöhen. ASML ist der weltweit einzige Hersteller von EUV-Lithografiesystemen für die modernsten Chips.
