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Atomforum in Prag: Bulgariens Energieministerin fordert Planung über Wahlperioden hinaus

Iva Petrowa wirbt beim Europäischen Kernenergieforum für verlässliche Politik und Standard-Reaktoren. In Kosloduj wird neue Kapazität geplant, kleine Reaktoren werden geprüft.

Symbolbild: Modell eines Reaktorgebäudes eines Kernkraftwerks (Kosloduj)

Symbolbild · Foto: Vislupus / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bulgariens Energieministerin Iva Petrowa hat beim 19. Europäischen Kernenergieforum (ENEF) in Prag für eine langfristige Atompolitik geworben. Die Planung müsse über politische Zyklen und einzelne Projekte hinausreichen, erklärte sie nach Angaben der Nachrichtenagentur BTA. Kernenergie erfordere verlässliche Politik, öffentliches Vertrauen, Fachkräfte und eine nachhaltige Finanzierung. Auf dem Podium saß auch Céline Gauer, Generaldirektorin für Energie der EU-Kommission.

Petrowa verwies auf mehr als 50 Jahre Betriebserfahrung Bulgariens mit Atomkraft. Die Diversifizierung habe bei der Brennstoffversorgung begonnen und werde auf die Wartung bestehender Anlagen ausgeweitet. Am Standort des Kernkraftwerks Kosloduj laufe ein Projekt für neue Kapazitäten, zudem werde die Rolle kleiner modularer Reaktoren geprüft. Dafür müsse man Voraussetzungen für Standardisierung und die wiederholte Nutzung bewährter Designs schaffen, sagte sie.

Um Vertrauen und Nachwuchs zu sichern, setzt Bulgarien laut Ministerium auf Tage der offenen Tür im Kraftwerk und Kooperationsabkommen mit vier Universitäten. Bereits Anfang Oktober hatte Petrowa die Atomkraft als strategische Wahl für Energiesicherheit und Wettbewerbsfähigkeit des Landes bezeichnet.

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