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Berlin: CDU bietet sich nach Sondierungsstopp an – Linke: „Tür bleibt offen“

Nach der Unterbrechung der Gespräche von Linken, Grünen und SPD wirbt CDU-Spitzenkandidat Evers um Grüne und SPD. Die Linke will weiter verhandeln, die CSU fordert den Abbruch.

Rotes Rathaus in Berlin (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Michielverbeek / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Nach dem vorläufigen Stopp der Sondierungen von Linken, Grünen und SPD in Berlin bringt sich die CDU als Alternative ins Spiel. „Unsere Hand ist ausgestreckt, unsere Tür steht offen“, sagte CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers am Mittwoch im Sender Welt TV. Er spreche regelmäßig mit den Spitzen von Grünen und SPD und werde Gespräche aufnehmen, sobald er ein Signal der Bereitschaft bekomme. Zugleich räumte er ein: „Die Linke ist klar stärkste Kraft.“

Die Linke wirbt um eine Fortsetzung der Gespräche. „Wir wollen weiter reden“, sagte Co-Fraktionschef Tobias Schulze der dpa. Linken-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner sagte im ZDF, sie finde es „vor allem schade, dass Grüne und SPD die Gespräche unterbrochen haben“. „Unsere Tür bleibt offen“, hatte die Berliner Linke bereits am Dienstagabend auf Instagram geschrieben. Grünen-Landeschefin Nina Stahr sagte: „Wir sitzen weiter an dem Tisch und wir warten, dass die Linkspartei jetzt zurückkommt.“

Grüne und SPD hatten die Sondierungen am Dienstagabend ausgesetzt, um zu prüfen, ob eine Vereinbarung der Vorwoche noch gilt. Anlass ist eine davon abweichende Antisemitismus-Erklärung der neuen Linken-Fraktion; Grünen-Bundeschefin Franziska Brantner sagte: „Die Linkspartei hat sich nicht an die Abmachung gehalten.“ CSU-Generalsekretär Martin Huber forderte, die Gespräche „nicht nur unterbrechen“, sondern abzubrechen. Ein Termin für eine Wiederaufnahme ist nicht bekannt.

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