Geldwäsche und Sanktionen: USA verhängen 1,2 Mrd. Dollar Strafe gegen Bank of America
Das US-Finanzministerium wirft der zweitgrößten Bank des Landes vor, Risiken durch chinesische Geldwäschenetze nicht gemeldet zu haben. Die Bank verweist auf Milliardeninvestitionen in die Abwehr.

Archivbild · Foto: Raman Patel / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das US-Finanzministerium hat gegen die Bank of America Strafen von insgesamt mehr als 1,21 Milliarden Dollar verhängt – nach Angaben des Ministeriums die drittgrößte Sanktion in seiner Geschichte. Die Finanzaufsicht FinCEN setzte 1,2 Milliarden Dollar fest; darauf angerechnet wird eine Strafe der Bankenaufsicht OCC von 750 Millionen Dollar, die größte in deren Geschichte. Hinzu kommt ein Vergleich über 11,6 Millionen Dollar mit der Sanktionsbehörde OFAC.
Nach Darstellung der Behörden hat die zweitgrößte Bank der USA „vorrangige Risiken für die nationale Sicherheit“ nicht ausreichend eingedämmt und gemeldet, darunter chinesische Geldwäschenetzwerke und illegale Finanzströme an der Südwestgrenze. Verdächtige Transaktionen von mehr als fünf Milliarden Dollar seien nicht rechtzeitig gemeldet worden; einen großen Teil ihrer Prüfpflichten habe die Bank faktisch an Dritte ausgelagert. OFAC zählt zudem 475 mutmaßliche Verstöße gegen Sanktionsprogramme, unter anderem zu Iran, Russland, Drogenhandel und Terrorismus.
Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Maßnahmen sendeten eine klare Botschaft, dass auch die größten Finanzinstitute „nicht über dem Gesetz“ stünden. Die Bank of America erklärte, die Bekämpfung von Finanzkriminalität sei eine ernste Angelegenheit, für deren korrekte Umsetzung man verantwortlich sei. Man habe Milliarden in Technik und Tausende Mitarbeiter in die Bekämpfung von Finanzkriminalität investiert und sei bei der Behebung der von den Aufsehern beanstandeten Mängel weit fortgeschritten.
