Premiere auf Kreta: Bundeswehr soll erstmals scharf mit Flugabwehrsystem Iris-T SLM feuern
Bei der Übung „Spartan Arrow 2026“ mit Schweden soll die Luftwaffe erstmals mit dem in der Ukraine erprobten System schießen. Auch die wiederbelebte Heeresflugabwehr ist mit Ozelot dabei.

Archivbild · Foto: Air Command West of the UAF / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Bundeswehr will auf der griechischen Insel Kreta erstmals einen scharfen Schuss mit dem Flugabwehrsystem Iris-T SLM abgeben. Das von Diehl Defence entwickelte System, das bereits in der Ukraine eingesetzt wird, erweitert nach Angaben eines Luftwaffensprechers die Fähigkeit, Ziele in der Luft auf mittlere Entfernung zu bekämpfen. Der Hauptteil der Übung begann am Mittwochmorgen; Verteidigungsminister Boris Pistorius wird erwartet.
Geübt wird bei „Spartan Arrow 2026“ gemeinsam mit den schwedischen Streitkräften, auch das Patriot-System kommt zum Einsatz. Zudem ist das System Ozelot dabei, das von der Luftwaffe an das Heer zurückgegeben wird. Es soll Bodentruppen vor tief fliegenden Flugzeugen, Drohnen und Marschflugkörpern schützen und ist ein Baustein für den Wiederaufbau der 2012 aufgelösten Heeresflugabwehr. Luftwaffeninspekteur Holger Neumann und Heeresinspekteur Christian Freuding reisten bereits am Vortag an.
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 hatte das Verteidigungsministerium mehrere Beschaffungsprogramme gestartet, um die weitgehend abgebaute Luftverteidigung wieder zu stärken. Sie ist in Schichten organisiert: Verschiedene Systeme decken unterschiedliche Höhen und Reichweiten ab.
