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Stojanow: Schwarzes Meer ist Konfliktzone – Eskalation nimmt ständig zu

Bulgariens Verteidigungsminister hält russische Drohnen für wahrscheinlich und schließt Konvois außerhalb der Hoheitsgewässer aus. Das gesunkene Schiff ist die „HS Dignity“.

Symbolbild: Fregatte Drazki der bulgarischen Marine im Schwarzen Meer (2014)

Symbolbild · Foto: MC3 Scott Barnes / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Bulgariens Verteidigungsminister Dimitar Stojanow hat das Schwarze Meer am Dienstag als Konfliktzone bezeichnet, die zusätzliche Maßnahmen erfordere. Das vor Krapez gesunkene Schiff sei sehr schnell untergegangen – ein Hinweis auf einen wuchtigen Angriff mit Überwasserdrohnen. Stojanow sprach mit seinen Amtskollegen aus der Türkei und Rumänien; man habe sich auf ein besseres Lagebild und schnellen Informationsaustausch verständigt. Ein Treffen der drei Verteidigungsminister könnte bis Ende Oktober stattfinden.

Offiziell ist die Herkunft der Drohnen noch ungeklärt. Stojanow sagte jedoch, es ergebe keinen Sinn, dass die Ukrainer eigene Schiffe angriffen; er gehe daher von russischen Drohnen aus. Marinekonvois außerhalb der Hoheitsgewässer seien nicht möglich, die Streitkräfte könnten nur dort auf eine konkrete Bedrohung reagieren. Artikel 4 des Nato-Vertrags müsse nicht aktiviert werden. Die Eskalation im Schwarzen Meer nehme „ständig zu“, so der Minister.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums handelt es sich beim gesunkenen Schiff um die „HS Dignity“ unter der Flagge Guinea-Bissaus. Sie wurde gegen 1.20 Uhr 17 Seemeilen östlich von Schabla getroffen, war leer vom algerischen Mostaganem nach Brăila unterwegs; fünf Besatzungsmitglieder überlebten. Auch die maltesische „Chelsea 3“, östlich von Bjala getroffen, fuhr ohne Ladung – alle 15 Seeleute an Bord wurden gerettet.

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