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Nach dem Dürresommer: Deutsche Winzer fahren wohl kleinste Ernte seit 2010 ein

Das Deutsche Weininstitut erwartet rund 20 Prozent weniger Most als im Zehnjahresschnitt. Junge Reben litten unter Wassermangel – die Qualität gilt dennoch als sehr hoch.

Traubenvollernter im Weinberg (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: ERO-Weinbau / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Weinlese in Deutschland fällt in diesem Jahr voraussichtlich so klein aus wie seit 16 Jahren nicht mehr. Nach Einschätzung des Deutschen Weininstituts (DWI) dürfte die Menge rund 20 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 8,7 Millionen Hektolitern liegen. Zum Vergleich: 2010 wurden 7,1 Millionen Hektoliter geerntet, im vergangenen Jahr 7,7 Millionen. Endgültige Zahlen stehen allerdings noch aus.

Hauptgrund ist der extrem trockene und sonnige Sommer, in dem viele Trauben klein blieben. Die Erträge unterschieden sich je nach Alter der Reben und Boden stark. Ältere Stöcke kamen laut DWI-Sprecher Ernst Büscher dank tiefer Wurzeln gut mit der Dürre zurecht. Junge Weinberge und Lagen auf leichten Böden litten dagegen sichtbar unter Wassermangel und mussten wo möglich bewässert werden.

Die Lese ist bis auf wenige Ausnahmen abgeschlossen, darunter das Anbaugebiet Saale-Unstrut. Bei der Qualität sind die Erwartungen hoch. „Die Winzerinnen und Winzer hierzulande gehen zwar von vergleichsweise kleinen Gesamtmengen, aber von Spitzenqualitäten aus“, sagte Büscher.

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