China-Einbruch: VW und BMW liefern weniger aus – Bentley und Rolls-Royce mit Minus
Volkswagen und BMW haben im dritten Quartal deutlich weniger Autos ausgeliefert, vor allem wegen China. Bei den Luxusmarken verlieren Bentley und Rolls-Royce, Lamborghini legt zu.

Symbolbild · Foto: Richard Bartz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5 (zugeschnitten und skaliert)
Der Volkswagen-Konzern hat im dritten Quartal 1,885 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Laut Reuters ist das der stärkste Rückgang seit dem zweiten Quartal 2022. In China brachen die Auslieferungen um 38,5 Prozent auf 405.800 Fahrzeuge ein. Audi verlor 19,7 Prozent, Bentley 25,5 Prozent auf rund 1.800 Autos; Lamborghini legte um 4,1 Prozent auf rund 2.600 zu. Rund 40 Prozent des Auftragsbestands in Europa entfallen laut VW auf Elektroautos. Vertriebschef Martin Sander sprach vom „starken Rückgang des Gesamtmarkts in China“ als branchenweiter Herausforderung.
Die BMW Group lieferte im dritten Quartal 551.072 Fahrzeuge aus, 6,3 Prozent weniger. In China sank der Absatz um 24,8 Prozent, in Europa (plus 2,7 Prozent) und den USA (plus 2,5 Prozent) wuchs er. Rolls-Royce kam auf 1.069 Autos, ein Minus von 18 Prozent. Die Zahl der ausgelieferten Elektroautos stieg um 7,2 Prozent auf 110.257; in Europa war gut jeder dritte BMW-Konzern-Neuwagen vollelektrisch.
„Unter schwierigen Marktbedingungen konnten wir uns in Europa und den USA behaupten“, sagte BMW-Vertriebsvorstand Jochen Goller. Reuters nennt als Ursache für den Rückgang die wachsende Konkurrenz chinesischer Hersteller. Zuvor hatten bereits Mercedes-Benz und Porsche Rückgänge gemeldet.
