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Angriffe auf Schiffe: Radew sucht Schulterschluss mit Rumänien und der Türkei

Nach den Drohnenangriffen vor der Küste telefonierte Premier Radew mit Rumäniens Regierungschef Bolojan. Die Opposition fordert eine Anhörung des Premiers im Parlament.

Nach den neuen Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew am Dienstag mit seinem rumänischen Amtskollegen Ilie Bolojan telefoniert. Beide Seiten betonten laut BNT die Notwendigkeit einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen Bulgarien, Rumänien und der Türkei. Ziel seien die Sicherheit in der Region und eine sichere Schifffahrt. Konkrete Vereinbarungen wurden zunächst nicht bekannt.

Zuvor hatte Radew mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekretär Mark Rutte gesprochen und zu gemeinsamen Anstrengungen aufgerufen, um die Angriffe zu stoppen. Nach Angaben der Regierung sicherten beide Bulgarien Solidarität und Unterstützung bei der Aufklärung der Vorfälle zu. Radew bat zudem um Hilfe beim Ausbau der Überwachung des bulgarischen Luft- und Seeraums. Das Thema will er beim EU-Gipfel am 15. und 16. Oktober ansprechen.

Die Opposition verlangt eine härtere Linie der Regierung. GERB-SDS will nach Angaben ihres Politikers Daniel Mitow Unterschriften sammeln für eine Sondersitzung des Parlaments mit nicht öffentlichem Teil, in der Regierung und Dienste berichten sollen. Das Bündnis Demokratisches Bulgarien forderte unter anderem eine Anhörung des Premiers und der Geheimdienstchefs. Der Fraktionschef der Regierungspartei Progressives Bulgarien, Petar Witanow, sagte dagegen: „Следваме изцяло протокола на НАТО“ – man folge vollständig dem NATO-Protokoll.

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