Leihrad fährt allein zur Station: ETH-Studierende bauen ein selbstfahrendes Velo
Zehn Maschinenbau-Studierende der ETH Zürich haben einen Leihrad-Prototyp gebaut, der nach der Fahrt selbstständig zur Station fahren soll – mit Lidar, Kamera und ausklappbaren Stützrädern.
Foto: Tiia Monto / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · ETH Zürich · youtube.com
Studierende des Maschinenbaus an der ETH Zürich haben in einem einjährigen Bachelor-Projekt ein autonomes Fahrrad gebaut, wie die Hochschule am 6. Oktober berichtete. Grundlage des „AutoBike“ ist ein gewöhnliches Leihrad des Schweizer Anbieters PubliBike. Betreut wurde das zehnköpfige Team vom Autonomous Systems Lab um Robotik-Professor Roland Siegwart.
Ein Lidar-Sensor und eine Stereokamera an der Front erfassen die Umgebung. Die Software erstellt daraus eine Karte mit Hindernissen und plant den Weg, Antriebe im Oberrohr lenken und bremsen das Rad. Damit es ohne Fahrer nicht umkippt, klappen hinten zwei Stützräder aus. Autonom fährt das Rad laut Schweizer Radio SRF höchstens 5 km/h.
Die Idee dahinter: Bikesharing-Anbieter müssen ihre Räder bislang aufwendig umverteilen. Das AutoBike soll nach dem Abstellen selbst dorthin fahren, wo es gebraucht wird. Ob und wann es auf öffentliche Straßen darf, ist laut SRF noch offen – das Team strebt einen Pilotversuch in einem Testgebiet an.
