Berlin --:--Dienstag, 13. Oktober 2026
LIVE
Leben & AlltagNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Liebe & Beziehung ·

Bumble vor dem Verkauf? Dating-App soll für rund eine Milliarde Dollar von der Börse gehen

Die Dating-App Bumble verhandelt laut Reuters mit der Holding Ithaca über einen Rückzug von der Börse. Die Aktie stieg um rund 50 Prozent – vom einstigen Wert von 14 Milliarden Dollar ist Bumble weit entfernt.

Hand hält Smartphone mit Herz-Symbol einer Dating-App (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Santeri Viinamäki / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Dating-App Bumble steht nach Medienberichten vor einem Eigentümerwechsel. Das Unternehmen aus Austin (Texas) befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit Ithaca Holdings, die Bumble von der Börse nehmen und dabei mit rund einer Milliarde Dollar bewerten würde, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Montag unter Berufung auf eine informierte Person; zuvor hatte das „Wall Street Journal“ über den Plan berichtet. Ithaca ist eine Holding für Technologieunternehmen, gegründet von Ravi Gupta und John Hegeman. Bumble und Ithaca äußerten sich zunächst nicht. Die Bumble-Aktie schloss am Montag rund 50 Prozent höher bei 3,80 Dollar – laut Reuters der prozentual größte Tagesgewinn ihrer Geschichte.

Der mögliche Preis liegt deutlich über dem bisherigen Börsenwert, der vor den Berichten unter 400 Millionen Dollar lag, aber weit unter den rund 14 Milliarden Dollar beim Börsengang 2021. Bumble wurde 2014 von Whitney Wolfe Herd gegründet und war mit dem Prinzip bekannt geworden, dass Frauen zuerst schreiben; diese Regel hat die App inzwischen aufgegeben. Die Zahl der zahlenden Nutzer sank 2025 um mehr als 11 Prozent auf etwa 3,7 Millionen, der Jahresumsatz um fast 10 Prozent auf rund 966 Millionen Dollar. Im Quartal bis Ende Juni fiel die Zahl der Zahlenden um 16,4 Prozent auf 3,2 Millionen.

Die Branche insgesamt steht unter Druck, weil vor allem jüngere Menschen des endlosen Wischens müde sind; auch der größere Konkurrent Match Group (Tinder, Hinge) kämpft damit – Tinder verliert weiter zahlende Abonnenten, während Hinge wächst. Ein neuer Eigentümer werde die grundlegenden Probleme „nicht auf magische Weise lösen“, sagte der Analyst Paolo Pescatore von PP Foresight laut Reuters. Auch Künstliche Intelligenz sei „nicht die Wunderwaffe“; Bumble müsse den Nutzern einen überzeugenden Grund geben, zurückzukommen und zu bezahlen.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

Mehr aus dem Ressort

← Leben & Alltag