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Wasserstoff aus Diesel: Fraunhofer IMM zeigt Reformer für Brennstoffzellen auf Schiffen

Ein Reformer aus Mainz gewinnt an Bord aus Diesel ein wasserstoffhaltiges Gas für eine 25-Kilowatt-Brennstoffzelle – ganz ohne eigene Wasserstofftanks. Zu sehen ist er ab 20. Oktober in Hamburg.

Archivbild: Brennstoffzellen-Anlage für einen Bus aus den 1990er-Jahren – nicht der Reformer des Fraunhofer IMM

Archivbild · Foto: NASA Armstrong Flight Research Center / NASA / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM in Mainz hat einen Dieselreformer für Brennstoffzellen in Schiffen entwickelt. Er wandelt den mitgeführten Kraftstoff direkt am Einsatzort in ein wasserstoffhaltiges Gas um, das nach weiterer Aufbereitung eine Brennstoffzelle versorgt. Das Gesamtsystem entsteht im Projekt DIMARIT, das vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert wird, und hat eine elektrische Leistung von 25 Kilowatt – laut Institut das größte seiner Art.

Der Vorteil: Wasserstoff muss nicht separat in Tanks bevorratet werden, was auf Schiffen wegen des knappen Bauraums zählt. Das IMM untersucht zudem, ob sich auch synthetisch hergestellte Dieselkraftstoffe nutzen lassen. Interessant ist die Technik auch für den Verteidigungsbereich: Im Vergleich zu Dieselgeneratoren mit Motor hat sie weniger große bewegte Bauteile und kann Geräusch- und Wärmesignatur verringern – etwa bei der Stromversorgung von Kommando- und Überwachungsfahrzeugen oder Feldlagern.

Vorgestellt wird der Reformer auf der Hydrogen Technology World Expo vom 20. bis 22. Oktober in Hamburg. Dort zeigt das Institut außerdem einen Methanolreformer sowie Verfahren zur Wasserstoffgewinnung aus Ammoniak und zur Methanisierung von Kohlendioxid.

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