Formel-1-Autos auf Hockenheim-Entwürfen: Wie realistisch ist ein Comeback?
Der Umbau des Hockenheimrings mit einer Motorworld zeigt in Entwürfen Formel-1-Autos. Die Verantwortlichen dämpfen die Erwartungen – ausgeschlossen ist eine Rückkehr aber nicht.

Archivbild · Foto: Morio / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Auf den Entwürfen für den Umbau des Hockenheimrings fahren Formel-1-Autos vor der neu gestalteten Haupttribüne vorbei. Dort soll eine Motorworld entstehen: Laut Hockenheimring mehr als 28.500 Quadratmeter Fläche mit Ausstellungs- und Werkstattflächen, Restaurant, Veranstaltungshalle und einem geplanten Themenhotel mit 159 Zimmern. Abgeschlossen sein soll die Umgestaltung nach Angaben von Motorsport-Total.com 2029 oder 2030.
Motorworld-Gründer Andreas Dünkel verwies auf die Kosten: „Es gibt kaum noch eine Rennstrecke, die nicht von öffentlicher Hand unterstützt wird.“ Wenn die Motorworld stehe, gebe es aus seiner Sicht die Rahmenbedingungen für Gespräche mit Land und Bund. Hockenheimring-Geschäftsführer Jorn Teske warnte dagegen vor falschen Erwartungen: „Das nährt nur Spekulationen.“ Zugleich betonte er, die Strecke habe die nötige FIA-Grade-1-Lizenz: „Auf dem Papier sind wir schon so weit, ein Formel-1-Rennen ausrichten zu dürfen.“
Formel-1-Chef Stefano Domenicali hatte im August erklärt, man denke über eine Rückkehr nach Deutschland „mittelfristig“ nach; dafür seien aber Investitionen nötig. Der letzte Große Preis von Deutschland fand 2019 in Hockenheim statt, das bislang letzte Formel-1-Rennen in Deutschland war 2020 der Eifel-Grand-Prix auf dem Nürburgring.
