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Schüsse in Trappes: Tatverdächtiger räumt gezielte Angriffe auf Muslime ein

Laut Anti-Terror-Staatsanwaltschaft gibt der 39-jährige Franzose zu, die Tat geplant zu haben. Gegen ihn wird wegen Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen ermittelt.

Symbolbild: das Rathaus von Trappes, Frankreich

Symbolbild · Foto: ℍenry Salomé / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der Tatverdächtige der Schüsse in Trappes und La Verrière westlich von Paris hat nach Angaben der Ermittler eingeräumt, die Tat im Voraus geplant zu haben. Das teilte der nationale Anti-Terror-Staatsanwalt Olivier Christen mit. Demnach hat der 39-jährige Franzose gezielt auf Menschen geschossen, die er ihrem Aussehen nach für Muslime oder für Menschen aus Nord- und Subsahara-Afrika hielt. Trappes habe er als „Hochburg von Islamisten“ bezeichnet.

Bei dem Angriff am 23. Oktober war ein 26-jähriger Mann getötet worden, sieben Menschen wurden verletzt, darunter ein elfjähriges Mädchen. Den Ermittlern zufolge feuerte der Tatverdächtige aus einem Auto mit einer automatischen Waffe und wurde weniger als 20 Minuten nach Beginn der Schüsse festgenommen. In seiner Wohnung fanden die Ermittler Waffen, Waffenteile und ein Exemplar von Hitlers „Mein Kampf“. Er bestreitet eine terroristische Absicht, zeigt nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Reue und erklärt, keiner Partei anzugehören oder sie zu unterstützen.

Die Staatsanwaltschaft hat ein gerichtliches Ermittlungsverfahren wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen eingeleitet, mit dem erschwerenden Umstand eines rassistischen, ethnischen oder religiösen Motivs. Sie beantragte Untersuchungshaft. Präsident Emmanuel Macron hatte die Tat als „rassistischen Terroranschlag“ verurteilt. Für den Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

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