Auto in Gruppe gefahren: Drei Festnahmen in Neustadt am Rübenberge
Nach der mutmaßlich gezielten Fahrt in eine Menschengruppe bei Hannover hat die Polizei drei Menschen festgenommen. Fünf Personen wurden verletzt, Lebensgefahr besteht nicht. Die Beteiligten kannten sich offenbar.

Symbolbild · Foto: Nordenfan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Nach der Attacke mit einem Auto in Neustadt am Rübenberge nordwestlich von Hannover hat die Polizei drei Menschen festgenommen. Sie wurden an der Anschrift des Halters des mutmaßlichen Tatfahrzeugs angetroffen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag berichtete. Ob sie direkt an der Tat beteiligt waren, ist laut Polizei noch nicht bestätigt. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.
Der Wagen war am späten Montagabend gegen 23.30 Uhr in der Nähe des Schützenplatzes in eine Gruppe gefahren. Polizisten, die in der Nähe eine Verkehrskontrolle machten, schossen auf das Auto, um es zu stoppen. Die Insassen flüchteten zu Fuß, das Fahrzeug blieb zurück. Fünf Menschen kamen mit leichten und schweren Verletzungen in Krankenhäuser, Lebensgefahr besteht nach Polizeiangaben nicht. Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot, Hubschrauber und Hund nach den Tätern.
Nach Einschätzung der Ermittler wurde die Gruppe gezielt ausgewählt, die Beteiligten kannten sich. Eine Gefahr für die Allgemeinheit bestehe laut Polizei nicht. Ein Zeugenvideo soll laut NDR einen Streit vor der Tat zeigen. Nach einem Bericht der „Bild“ ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover wegen eines versuchten Tötungsdelikts. „Der Tathergang und die genauen Tatbeteiligungen sind weiterhin Bestandteil der Ermittlungen“, so die Polizei.
