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Metall-Tarifrunde: Arbeitgeber bieten 1,3 Prozent ab 2028 – IG Metall lehnt ab

In der zweiten Runde legen die Metall-Arbeitgeber ein erstes Angebot vor: Einmalzahlung 2027, 1,3 Prozent mehr ab Juli 2028. Die IG Metall nennt es zu niedrig – ab 1. November sind Warnstreiks möglich.

Fahnen der IG Metall bei einer Kundgebung (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Frank Vincentz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber am Dienstag ihr erstes Angebot vorgelegt. Bei der zweiten Verhandlungsrunde in Nordrhein-Westfalen boten sie laut dpa-AFX eine Einmalzahlung von einem Prozent eines Jahresentgelts im Juli 2027 und eine tabellenwirksame Erhöhung um 1,3 Prozent im Juli 2028 an – bei einer Laufzeit von 26 Monaten. Das Angebot sei mit allen Arbeitgeberverbänden der Branche abgestimmt. Zweite Runden liefen am Dienstag auch in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Sachsen und im Bezirk Küste.

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate sowie Vereinbarungen zur Sicherung von Standorten und Jobs. Die Gewerkschaft wies das Angebot zurück: Es komme zu spät, sei zu niedrig, die Laufzeit zu lang, und es gleiche die Preissteigerungen nicht annähernd aus. Kritik gibt es auch daran, dass die Einmalzahlung in ertragsschwachen Betrieben entfallen könnte und künftig Betriebsräte statt der Gewerkschaft über Zukunftsvereinbarungen verhandeln sollen.

Arbeitgeber-Verhandlungsführer Arndt G. Kirchhoff sprach von einem „Zeichen der Bereitschaft der Arbeitgeber zu einer schnellen und konstruktiven Lösungsfindung“. Die Betriebe bräuchten Kostenentlastung statt -steigerung. Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober, ab 1. November sind Warnstreiks möglich. Bundesweit arbeiten rund 3,7 Millionen Menschen in der Branche, davon etwa 640.000 in NRW. Weitere Runden folgen bis Freitag, für Berlin-Brandenburg am Donnerstag.

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