Berlin-Mitte: Pfefferspray gegen Zivilfahnder – über 2000 Böller sichergestellt
Ein Jugendlicher soll in Mitte Pyrotechnik verkauft und bei der Kontrolle Pfefferspray eingesetzt haben. Passanten halfen bei der Festnahme. In seiner Wohnung fand die Polizei über 2000 Feuerwerkskörper.

Symbolbild · Foto: Lear 21 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
In Berlin-Mitte haben Polizisten und Passanten einen Jugendlichen festgenommen, der illegal Pyrotechnik verkauft haben soll. Zivilfahnder beobachteten ihn nach Angaben der Polizei vom Dienstag am Montagmittag gegen 12 Uhr an der Kreuzung Leipziger Straße/Axel-Springer-Straße. Als sie sich als Polizisten zu erkennen gaben, soll er Pfefferspray gegen sie gesprüht haben und geflüchtet sein. Auch Passanten, die ihn aufhalten wollten, wurden getroffen. Kurz darauf wurde er gestellt.
Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Beamten mehr als 2000 pyrotechnische Gegenstände sicher, von denen einige nur von ausgebildeten Pyrotechnikern gekauft und verwendet werden dürfen. Außerdem fanden sie eine Schreckschusswaffe, ein Messer, Pfefferspray, Bargeld in vierstelliger Höhe und mehrere gefälschte Ausweisdokumente.
Drei Passanten und ein Polizist erlitten Reizungen an Augen und Atemwegen und wurden ambulant behandelt. Der Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen; es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.
