Borissow, Kostow, Petkow, Denkow: Ex-Premiers warnen vor „Kriegszone“ Schwarzes Meer
Ex-Präsident Plewneliew, vier frühere Regierungschefs und Dutzende Ex-Minister, Generäle und Diplomaten fordern von der Regierung Radew, Russlands Eskalation klar zu verurteilen.

Symbolbild · Foto: Olivier Dugornay (IFREMER) / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Nach den Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer haben Bulgariens früherer Präsident Rossen Plewneliew und die ehemaligen Ministerpräsidenten Bojko Borissow, Iwan Kostow, Kiril Petkow und Nikolaj Denkow einen gemeinsamen Appell unterzeichnet. Hinzu kommen 18 frühere Minister sowie Generäle der Reserve, Diplomaten und Personen des öffentlichen Lebens. Verbreitet hat das Schreiben Ex-Verteidigungsminister Todor Tagarew; es steht für weitere Unterstützer offen.
„Das Schwarze Meer wird zu einer Militärzone, und Bulgarien muss bereit sein, sich zu verteidigen“, heißt es darin. Die Unterzeichner verlangen von der Regierung, Russlands Eskalation unmissverständlich zu verurteilen, die Überwachung von Luft- und Seeraum gemeinsam mit der Nato zu verstärken und Drohnenabwehr – auch mit ukrainischer Erfahrung – rascher aufzubauen. EU und Nato sollen die Sicherheit im Schwarzen Meer zur unmittelbaren Priorität machen.
Der aktuellen politischen Führung werfen die Autoren mangelnde Entschlossenheit vor. Die bevorstehende Präsidentenwahl sei eine Gelegenheit, Sicherheitsfragen offen zu stellen. „Der Frieden ist ein Ziel. Die Verteidigung ist eine Pflicht“, endet der Text. Eine Reaktion der Regierung wurde zunächst nicht bekannt.
