Shanghai Fashion Week: Seidenstraße und Kampfkunst auf dem Laufsteg
Fast 1.000 Marken und rund 100 Debüts: Die Shanghai Fashion Week für Frühjahr/Sommer 2027 setzt auf chinesisches Kunsthandwerk – und auf viele Gäste aus dem Ausland.

Archivbild · Foto: 406618197yang / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Seit dem 8. Oktober läuft in Shanghai die Modewoche für Frühjahr/Sommer 2027. Nach Angaben des Wirtschaftsmediums Yicai präsentieren fast 1.000 Marken neue Kollektionen, darunter knapp 100 Debüt-Schauen. Mehr als die Hälfte der Marken kommt demnach aus dem Ausland, unter anderem aus Südkorea, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien und den USA. Die Fachmesse MODE im Bezirk Changning diente vom 8. bis 12. Oktober als kommerzieller Mittelpunkt.
Eröffnet wurden die Schauen von der chinesischen Marke Hemu mit der Kollektion „Silk Road“, inspiriert vom Hexi-Korridor, den Höhlen von Dunhuang und alten Textilien. Verwendet wurden Techniken wie Yunjin-Brokat, Kesi-Seidenwirkerei sowie Su- und Miao-Stickerei. „Die Lebenskraft des immateriellen Kulturerbes liegt darin, dass es benutzt wird“, sagte Hemu-Gründer Yang Fengrui laut Shanghai Daily. Das Label Sevenlong zeigte mit „Jianghu“ weite Hosen und Wickeloberteile, angelehnt an Tai-Chi und die Welt wandernder Kampfkünstler.
Auch europäische Labels nutzten die Bühne, etwa die italienische Marke Transit mit erdfarbener Schneiderei und das in Mailand gegründete Damenlabel Stivanano mit Federn und transparenten Einsätzen. Laut Yicai folgen noch eine Adidas-Schau vom 15. bis 18. Oktober sowie am 16. Oktober eine Vorschau auf die Kooperation von Elie Saab und H&M in einem Konzeptgeschäft von H&M.
