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Charité: Warnstreik der Pflege heute und morgen – Streit um Entlastungstarif

Verdi hat die rund 7.000 Pflegekräfte der Charité zu einem zweitägigen Warnstreik an drei Standorten aufgerufen. Ein Gericht bestätigte den von der Klinik geforderten Notdienst.

Bettenhochhaus der Charité in Berlin (Archivbild)

Archivbild · Foto: Leonhard Lenz / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

An Berlins Universitätsklinikum Charité sollen heute und am Freitag die Pflegekräfte streiken. Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag und Freitag zum Warnstreik in Früh-, Spät- und Nachtschicht aufgerufen – am Virchow-Klinikum, am Campus Mitte und am Benjamin Franklin in Steglitz. An der Charité arbeiten nach deren Angaben rund 7.000 Pflegekräfte. Bereits Anfang September hatte es einen dreitägigen Warnstreik gegeben.

Hintergrund ist der Entlastungstarifvertrag von 2021, der Personalschlüssel und einen Ausgleich für Arbeit in unterbesetzten Schichten regelt. Die Charité hat ihn zum 31. August gekündigt; Verdi will ihn erhalten und weiterentwickeln. „Uns geht es nicht darum, möglichst viele freie Tage zu sammeln“, sagte Franziska Aurich aus der Verdi-Tarifkommission. Charité-Sprecher Markus Heggen erklärte: „Wir setzen alles daran, die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten sicherzustellen.“

Vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hatte die Klinik laut dpa die von ihr geforderte Notdienstbesetzung vollständig durchgesetzt; Verdi legte dagegen Rechtsmittel ein, die Verhandlung lief am Mittwochnachmittag noch. Zugleich wächst der Druck von ärztlicher Seite: Der Marburger Bund befragt seine Mitglieder an der Charité seit Mittwoch zwei Wochen lang zu möglichen Arbeitskampfmaßnahmen, Ergebnisse sollen am 3. November vorliegen, nachdem fünf Tarifrunden ohne Einigung blieben.

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