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Tragbare Roboter für den Alltag: Harvard will Gehhilfen nach Schlaganfall smarter machen

Conor Walsh von der Harvard-Ingenieurschule entwickelt weiche tragbare Roboter, die Schlaganfall-Patienten beim Gehen unterstützen. Sensoren sollen Bewegungen künftig auch im Alltag statt nur im Labor erfassen.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Video: YouTube · Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences · youtube.com

Am Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences (SEAS) entwickelt die Gruppe von Professor Conor Walsh weiche, tragbare Roboter, die Menschen beim Bewegen körperlich unterstützen, sowie Sensorsysteme, die Rückmeldung zur Bewegung geben. In einem am 7. Oktober veröffentlichten Gespräch und einem begleitenden Video der Fakultät beschreibt Walsh, wie Datenauswertung und maschinelles Lernen die Geräte besser auf die Trägerinnen und Träger abstimmen sollen.

In einem Projekt mit Patrick Slade (SEAS) sowie Lou Awad und Terry Ellis von der Boston University nutzt das Team Sensoren, die ohnehin im tragbaren Roboter stecken, um Gehgeschwindigkeit, Symmetrie der Beine und den Abstoß vom Boden abzuschätzen. Daraus passt das System seine Steuerung an, um nach einem Schlaganfall ein natürlicheres Gangbild zu fördern. Ein weiteres Projekt mit Susan Murphy untersucht, wann eine Smartwatch Schlaganfall-Betroffenen zu Hause Rückmeldung zum Einsatz ihres Arms geben sollte.

Ziel ist es, mit wenigen Sensoren im Alltag ähnlich genaue Bewegungsdaten zu gewinnen wie im Labor – etwa darüber, wie sich die Parkinson-Krankheit auf das Gehen auswirkt. Dafür baut die Gruppe Datensätze auf, die Labormessungen und Daten tragbarer Sensoren kombinieren. Bei unsicheren Vorhersagen soll ein Gerät in einen vorsichtigeren Modus wechseln. „Keinen Schaden anzurichten ist wichtiger, als so viel Gutes wie möglich tun zu wollen“, sagt Walsh. Studienergebnisse mit Zahlen nennt der Beitrag nicht.

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