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Fish Audio stellt Drama 3 vor: KI-Stimmen folgen Regieanweisungen

Das offene Sprachmodell beherrscht 83 Sprachen und setzt Anweisungen in eckigen Klammern um. Kleinere Firmen dürfen es kostenlos kommerziell nutzen.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Video: YouTube · Fish Audio · youtube.com

Das KI-Start-up Fish Audio hat am Dienstag sein neues Sprachsynthese-Modell Drama 3 veröffentlicht. Wer einen Text vertonen lässt, schreibt Regieanweisungen in eckigen Klammern direkt dazu; einzelne Wörter lassen sich zusätzlich mit Markierungen etwa für eine Betonung versehen. Das Modell spricht 83 Sprachen, die Anweisungen können in jeder Sprache formuliert werden. Firmenchefin Rissa Cao nennt Drama 3 das bisher ausdrucksstärkste und am besten steuerbare Modell des Unternehmens.

Technisch ist Drama 3 ein sogenanntes Mixture-of-Experts-Modell mit 35 Milliarden Parametern, von denen pro Token rund drei Milliarden aktiv sind; Grundlage ist das Sprachmodell Qwen3.5-35B-A3B von Alibaba. In einem Aussprachetest von Artificial Analysis erreicht es nach Firmenangaben 93,2 Prozent – der Vorgänger S2.1 Pro kam auf 88,1 Prozent. Auf einem einzelnen Nvidia-H200-Chip erzeugt das Modell laut Fish Audio 271 Audio-Frames pro Sekunde, deutlich mehr als S2.

Die Gewichte stehen auf Hugging Face unter einer eigenen Community-Lizenz bereit: frei für Forschung und nicht-kommerzielle Zwecke sowie für Firmen mit weniger als 500.000 Dollar Jahresumsatz. Größere Firmen und alle, die Drama 3 als Sprach-, Klon- oder Inferenzdienst anbieten, brauchen eine Lizenz. Stimmen realer Personen dürfen ohne deren Zustimmung nicht geklont werden; im Vorstellungsvideo spricht nach Angaben von Fish Audio eine geklonte Stimme des Komikers „Uncle Roger“ – mit dessen Erlaubnis. Nutzbar ist Drama 3 auch über Website, Apps und Programmierschnittstelle.

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