Selenskyj hofft auf Dreiergespräche in Abu Dhabi – Lawrow reist zum G20-Treffen in die USA
Die Dreiergespräche könnten zwischen dem 6. und 10. November stattfinden, ein Termin steht nicht fest. Russlands Außenminister fliegt trotz US-Sanktionen zum G20-Treffen nach Atlanta.

Archivbild · Foto: Le Commissaire / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet mit neuen Dreiergesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA in Abu Dhabi Mitte November. „Ich hoffe, zwischen dem 6. und 10. November“, sagte er laut Kyiv Independent am Mittwoch. Eine Bestätigung aus Washington erwarte er um den 4. November, nach den US-Kongresswahlen. Der Ort könne sich je nach Lage im Nahen Osten noch ändern. Der Kreml hat keinen Zeitplan bestätigt und verlangt weiterhin, dass Kiew den Donbass abtritt.
Auf der Tagesordnung sollen laut Selenskyj eine Waffenruhe für Energieanlagen und Seewege, der Austausch von Gefangenen und die Rückkehr verschleppter ukrainischer Kinder stehen. Über Gebietsfragen könnten nur die Staatschefs entscheiden. Ein bis zwei Runden technischer Gespräche könnten zu einem Gipfel mit Trump und Putin führen. Die humanitäre Feuerpause im besetzten Oleschky hielt am Mittwoch den zweiten Tag. Die Niederlande sagten der Ukraine 500 Millionen Euro Militärhilfe zu.
Unterdessen reist Russlands Außenminister Sergej Lawrow zum Treffen der G20-Außenminister am 30. und 31. Oktober nach Atlanta. Lawrow steht seit 2022 unter US-Sanktionen. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte, die Delegation werde „russische Ideen fördern, die darauf abzielen, die Grundlagen einer multipolaren Welt zu stärken“. Zugleich räumte sie ein: „Nicht jeder in Washington ist über den geplanten Besuch erfreut.“
