Midterm-Endspurt: Trump in Ohio, Obama in Georgia – 39 Millionen haben gewählt
Sechs Tage vor der Wahl kämpfen Trump und Obama in zwei Schlüsselstaaten um den Senat. Trump stellt Ohio eine „Space Academy“ in Aussicht, Obama nennt die Republikaner „keine ernsthaften Leute“.

Archivbild · Foto: Neon Tommy / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Sechs Tage vor den Kongresswahlen am 3. November haben Präsident Donald Trump und sein Vorgänger Barack Obama am Mittwoch in zwei umkämpften Bundesstaaten Wahlkampf gemacht. Trump trat im Shoemaker Center der Ohio University in Chillicothe auf – laut Scioto Valley Guardian der erste Besuch eines amtierenden Präsidenten in der Stadt seit mehr als zwei Jahrzehnten. Er warb für Senator Jon Husted, der gegen den früheren demokratischen Senator Sherrod Brown antritt. Sollte Husted gewinnen, werde er erwägen, die „Space Academy“ nach Ohio zu holen, sagte Trump. Gegnern eines Volksentscheids über einen Ausweiszwang beim Wählen warf er vor, sie wollten „betrügen“.
Obama sprach in Morrow bei Atlanta an der Seite von Senator Jon Ossoff und der demokratischen Gouverneurskandidatin Keisha Lance Bottoms. Er legte im Streit um seinen Spott nach, Trumps Anbauten am Weißen Haus sähen aus wie eine „Cheesecake Factory“. Die Regierung habe auf einen Witz mit einer Reaktion des gesamten Apparats geantwortet, sagte Obama laut TheWrap: „Das sind keine ernsthaften Leute.“ Sie hätten keine Lösungen für echte Probleme. Ab Mittwoch besucht laut Al Jazeera auch Ex-Vizepräsidentin Kamala Harris drei Tage lang Georgia; Vizepräsident JD Vance warb in North Carolina.
Laut Reuters haben bereits mehr als 39 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben, wie das Election Lab der University of Florida meldet; 2022 wählten insgesamt 45,9 Millionen vorab. Die Republikaner halten im Senat 53 der 100 Sitze. Unabhängige Analysten sehen die Demokraten im Repräsentantenhaus im Vorteil, während Senatsrennen etwa in Ohio, Michigan und Texas als eng gelten. In der jüngsten Reuters/Ipsos-Umfrage liegt laut Al Jazeera Trumps Zustimmung bei 32 Prozent; Hauptthema bleiben die Lebenshaltungskosten.
