Brief an Rezaei: Trump bestreitet Iran-Auftrag an Vance – Teheran lehnt Katars Ideen ab
Laut Wall Street Journal schrieb Vizepräsident Vance auf Trumps Anweisung an den iranischen Hardliner Rezaei. Trump spricht nur von Medikamenten. Iran nennt Katars Vorschläge „inakzeptabel“.

Archivbild · Foto: C-SPAN / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
US-Präsident Donald Trump hat bestritten, Vizepräsident JD Vance mit Friedensgesprächen mit Iran beauftragt zu haben. Das Wall Street Journal hatte unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Vance habe auf Anweisung Trumps an Mohsen Rezaei geschrieben, einen iranischen Hardliner und von 1981 bis 1997 Kommandeur der Revolutionsgarden. Ziel sei gewesen auszuloten, ob es genug Übereinstimmung gebe, um einen kurzen, aber heftigen Angriff auf Iran abzuwenden. Trump sagte dazu, es gehe darum, „Hilfsgüter für Menschen hineinzubringen, denen es nicht gut geht“ – gemeint ist Irans Bedarf an Medikamenten.
Zugleich wies Teheran einen Entwurf Katars zur Beendigung des seit Februar andauernden Krieges zurück. Ein ranghoher iranischer Vertreter sagte laut Middle East Eye der Nachrichtenagentur Reuters, Iran könne mit dem Vorgelegten nicht arbeiten; beim Atomprogramm werde Iran keine Flexibilität zeigen. Außenminister Abbas Araghchi erklärte laut Al Jazeera, Teheran stehe in „engem und fortlaufendem Kontakt“ mit Vermittlern über seinen Sieben-Tage-Plan zur Wiederöffnung der Straße von Hormus.
Laut JFeed haben US-amerikanische und israelische Militärs Pläne für neue Angriffe auf Iran ausgearbeitet; die New York Times berichtete, diese könnten nach den Kongresswahlen am 3. November beginnen. Offiziell bestätigt ist das nicht. Vance hat laut Wall Street Journal Militäraktionen öffentlich unterstützt, intern aber Zweifel an einer Verlängerung des Konflikts geäußert. Araghchi warnte auf X, ein von Israel angestoßenes militärisches Abenteuer am Golf hätte „verheerende Folgen“ für die internationalen Märkte.
