Rumänien: Geheimdienst meldet von Russland gesteuertes Sabotagenetz bei Rüstungsfirma
Nach Angaben des rumänischen Geheimdienstes steckt das Netz hinter einem Brand im September auf einem Industriegelände bei der Firma Carfil in Brașov. Zwei Beschuldigte wurden in Deutschland festgenommen.

Symbolbild · Foto: Paul Colin Hennig firstdorsal.eu / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der rumänische Inlandsgeheimdienst SRI hat nach eigenen Angaben ein aus der Russischen Föderation gesteuertes Sabotagenetzwerk identifiziert. Es soll an einem Brand am 14. September 2026 auf einem Industriegelände im siebenbürgischen Brașov beteiligt gewesen sein, neben der Firma Carfil, einer Tochter des staatlichen Rüstungskonzerns Romarm. Die Russland-Verbindung ist eine Angabe des SRI, öffentliche Belege wurden nicht vorgelegt.
Die Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität und Terrorismus DIICOT führt drei Ausländer mit Wohnsitz in EU-Staaten als Beschuldigte; ermittelt wird wegen versuchter Diversion, ein Berufungsgericht in Bukarest erließ Europäische Haftbefehle. Zwei von ihnen wurden nach Angaben der Ermittler in Deutschland festgenommen, als sie ähnliche Taten vorbereitet haben sollen. Gegen den dritten Beschuldigten, der in Polen lokalisiert wurde, erging am 26. Oktober ein Europäischer Haftbefehl. Rumänien strebt die Auslieferung an. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.
Laut DIICOT hatten die Beschuldigten auch andere Ziele in Rumänien und weiteren EU-Staaten im Blick. Der SRI verweist auf weitere Versuche in diesem Jahr gegen Einrichtungen in Rumänien, darunter internationale militärische Einrichtungen und Orte, an denen ukrainische Soldaten ausgebildet werden.
