E5 in Paris: Russland ist „akuteste und langfristigste Bedrohung“ für Europa
Die Verteidigungsminister der fünf größten Militärmächte Europas bekräftigen ihre Hilfe für die Ukraine, sagen aber nichts Neues zu. Sie beraten auch über eigene Satelliten für Kiew.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Die Verteidigungsminister Frankreichs, Großbritanniens, Deutschlands, Italiens und Polens haben Russland im sogenannten E5-Format als „akuteste und langfristigste Bedrohung für die euroatlantische Sicherheit und Stabilität“ eingestuft. Das steht in ihrer gemeinsamen Erklärung nach dem Treffen in Paris am Montag. Dabei waren auch EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius, die stellvertretende Nato-Generalsekretärin Radmila Shekerinska und der ukrainische Verteidigungsminister.
Die Minister bekräftigten ihre Unterstützung für die Ukraine, kündigten aber keine neuen Zusagen an. Frankreichs Ministerin Catherine Vautrin sagte: „Unser Engagement ist total, und für uns ist es äußerst wichtig, uns nicht einschüchtern zu lassen und niemals gespalten zu sein.“ Nach ihren Worten wurde darüber beraten, wie die Ukraine eigene Satelliten erhalten kann, um weniger vom US-System Starlink abhängig zu sein.
Kallas warnte vor einem „ernsten Risiko einer erneuten Eskalation“ zwischen den USA und Iran. Italiens Minister Guido Crosetto erklärte laut „The National“, Italien sei bereit, sich an Minenräumeinsätzen zu beteiligen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sagte, Berlin arbeite mit Kiew an einem Luftverteidigungssystem, das bestehende Systeme wie Patriot ergänzen soll.
