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Atommüll-Endlager: BGE legt heute letzten Zwischenstand vor dem Regionen-Vorschlag vor

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung will mittags ihren neuen Arbeitsstand veröffentlichen. Zuletzt galt rund ein Viertel Deutschlands als potenziell geeignet – nun soll das Gebiet weiter schrumpfen.

Zwischenlager Gorleben aus der Luft (Archivbild)

Archivbild · Foto: Carsten Steger / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mit Sitz in Peine veröffentlicht am Dienstag um 12 Uhr einen neuen Zwischenstand bei der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll. Es ist nach Angaben des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der letzte Arbeitsstand, bevor die BGE ihren Vorschlag für Standortregionen vorlegt. Ab 14 Uhr soll eine interaktive Karte zeigen, wie einzelne Gebiete fachlich eingestuft werden; graue, noch unbewertete Flächen soll es darin nicht mehr geben. Rechtlich verbindlich ist die Einordnung laut BASE noch nicht.

Im September 2020 hatte die BGE noch etwa die Hälfte Deutschlands als grundsätzlich geeignet eingestuft, vor einem Jahr waren es rund 25 Prozent der Landesfläche. Bis Ende 2027 will die Gesellschaft Standortregionen für die übertägige Erkundung vorschlagen. Das BASE prüft den Vorschlag für das Bundesumweltministerium, die endgültige Festlegung trifft der Bundestag.

Gesucht wird ein Lager für rund 27.000 Kubikmeter hoch radioaktiver Abfälle aus mehr als 60 Jahren Atomkraftnutzung, das eine Million Jahre Sicherheit bieten soll. Spätestens 2050 soll ein Standort gefunden sein. Derzeit lagern die Abfälle in 16 oberirdischen Zwischenlagern; die letzten deutschen Atomkraftwerke gingen im April 2023 vom Netz. Am Abend (18 bis 20 Uhr) erläutert die BGE den Stand in einer Online-Veranstaltung.

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