Maske mit Hakenkreuz: Amtsgericht Tiergarten verhängt 4800 Euro gegen US-Autor
Wegen zweier Posts aus dem Jahr 2022 muss der in Berlin lebende Satiriker C. J. Hopkins eine Geldstrafe zahlen. Er spricht von einer Warnung vor Autoritarismus.

Foto: A.Savin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das Amtsgericht Tiergarten hat den in Berlin lebenden US-Autor und Satiriker C. J. Hopkins am Montag zu einer Geldstrafe von 4800 Euro (60 Tagessätze zu je 80 Euro) verurteilt. Es ging um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in zwei Fällen: Zwei Posts von 2022 auf Twitter (heute X) zeigten eine medizinische Maske mit Hakenkreuz – das Motiv stammt vom Cover eines seiner Bücher.
Hopkins war im Januar 2024 zunächst freigesprochen worden. Das Kammergericht hob das Urteil im September 2024 auf und sprach ihn schuldig; am Montag ging es nur noch um das Strafmaß. Strafmildernd wertete das Gericht laut „Berliner Zeitung“, dass er nicht vorbestraft ist und die Posts älter als vier Jahre sind, strafschärfend, dass die Posts öffentlich und an viele Menschen gerichtet waren.
Hopkins sagt, er habe vor autoritären Entwicklungen in der Corona-Pandemie warnen wollen: „Ich bin nur ein Autor, kein Terrorist oder Krimineller.“ Ein weiteres Verfahren wegen der Verbreitung seines Buches ist noch offen. Ob das Urteil rechtskräftig ist, geht aus dem Bericht nicht hervor.
