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AfD-Leak: Bundesvorstand berät über 421.000 Mails – Partei spricht von „Daten-Raub“

Nach der Veröffentlichung Hunderttausender interner E-Mails hat der AfD-Bundesvorstand über den Hack beraten. Konkrete Beschlüsse gab es laut Partei nicht.

Archivbild: Alice Weidel beim AfD-Bundesparteitag in Köln 2017

Archivbild · Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Der AfD-Bundesvorstand hat sich in seiner wöchentlichen Sitzung am Montag mit dem Datenleck befasst. Unbekannte Hacker hatten nach eigenen Angaben rund 421.000 interne E-Mails der Partei ins Netz gestellt, darunter Nachrichten mit der Absenderkennung von Parteichefin Alice Weidel. Konkrete Entscheidungen seien nicht gefallen, sagte ein Parteisprecher der dpa; es sei um Ursachen, mögliche Täter und Vorbeugung gegangen.

Der Sprecher sprach von „Daten-Raub“ und einem „gezielten Angriff auf eine demokratische politische Partei“. Sicherheitslücken für weitere Angriffe sehe die AfD derzeit nicht. Zur Echtheit einzelner Mails äußert sich die Partei nicht.

Recherchen von ZDF frontal, „Spiegel“ und „Standard“ mit dem Netzwerk OCCRP werfen anhand des Materials neue Fragen zur Affäre um Schweizer Spenden an Weidels Kreisverband Bodensee 2017 auf; Weidel hat ihre Aussagen dazu laut ihrem Sprecher nicht korrigiert. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hatte Ermittlungen gegen sie eingestellt.

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