Angriff auf Flughafen Dammam: USA ziehen Diplomaten aus Saudi-Arabien ab
Ein Toter und acht Verletzte am Flughafen König Fahd, zwei Tote nahe dem Ölfeld Schaiba. Washington ordnet die Ausreise nicht benötigter Botschaftsmitarbeiter und ihrer Familien an.

Archivbild · Foto: Ashashyou / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen König Fahd in der ostsaudischen Stadt Dammam ist am Mittwoch ein Mensch getötet worden, acht weitere wurden verletzt. Die Verletzungen reichten von leicht bis kritisch, teilte die Zivilluftfahrtbehörde GACA mit; alle Betroffenen seien in Krankenhäuser gebracht worden. Wer hinter dem Angriff steckt, ließen die Behörden offen. Zuvor hatte die Luftabwehr nach Angaben des Energieministeriums eine Drohne abgefangen, die auf eine Anlage am Ölfeld Schaiba zielte; herabfallende Trümmer töteten dort zwei Menschen, einen Philippiner und einen Nepalesen.
Das US-Außenministerium ordnete an, dass nicht unbedingt benötigte Botschaftsmitarbeiter und deren Familien Saudi-Arabien verlassen. Sprecher Tommy Pigott schrieb auf X, die vom Iran unterstützten Huthis gingen zunehmend feindselig gegen Saudi-Arabien vor, und betonte, die Anordnung gelte nur für das Königreich. Vier US-Beamte sagten der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, auch Vertretungen in anderen Golfstaaten würden Familienangehörige zur Ausreise auffordern.
Saudi-Arabien ist in diesem Monat nahezu täglich Ziel von Angriffen. Bei Angriffen auf den Flughafen König Khalid in Riad wurden laut ABC News mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt; der Flughafen öffnete am Mittwoch teilweise wieder mit wenigen Flügen. Eine vierjährige Waffenruhe im jemenitischen Bürgerkrieg war im Juni zusammengebrochen.
