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Iran: Einflussreiche Politiker fordern offen die Atombombe – Streit um Uranvorrat

Abgeordnete und Sicherheitsfunktionäre sprechen offen über Atomwaffen. Washington erwägt laut Berichten Schläge gegen die Anlage im „Pickaxe Mountain“.

Archivbild: Mohsen Resaei, 2020

Archivbild · Foto: khamenei.ir / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Iran fordern Abgeordnete und hochrangige Sicherheitsfunktionäre inzwischen offen eine Atombombe – vor wenigen Jahren wäre das undenkbar gewesen, schreibt Radio Free Europe/Radio Liberty in einer Analyse. Die offizielle Linie Teherans lautet weiterhin, das Land strebe keine Atomwaffen an. Der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resaei, stellte laut Al Jazeera aber infrage, ob Iran im Atomwaffensperrvertrag bleiben solle, solange seine Anlagen angegriffen würden.

Zentrale Streitfrage in den stockenden Gesprächen mit den USA ist das hochangereicherte Uran. Vor den israelischen und amerikanischen Angriffen im Juni 2025 schätzte die Internationale Atomenergiebehörde den Vorrat auf 440 Kilogramm, angereichert auf bis zu 60 Prozent; Größe und Lagerort sind derzeit nicht überprüfbar, weil die IAEA wichtige Anlagen nicht inspizieren kann. US-Präsident Donald Trump will das Atomprogramm zerschlagen, Vizepräsident JD Vance deutete an, eine „bedeutende“ Verringerung der Anreicherungskapazität könne genügen.

Laut Berichten erwägt Washington Angriffe auf den Berg „Pickaxe Mountain“, in dem nach Angaben amerikanischer und israelischer Vertreter Tausende iranische Zentrifugen stehen. Außenminister Abbas Araghchi sagte, das Land befinde sich „wirklich in Kriegsbedingungen“. Ellie Geranmayeh vom European Council on Foreign Relations warnte vor möglichen gemeinsamen Angriffen Israels und der USA nach der Wahl in Israel und den US-Midterms.

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