Irak schließt wichtigen Grenzübergang zum Iran – Druck aus Washington vermutet
Bagdad sperrt den Übergang Al-Schib bis auf Weiteres und nennt Sicherheitsgründe. Laut AFP drängen die USA auf die Schließung weiterer Übergänge.

Symbolbild · Foto: Mohammad Hassanzadeh / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Irak hat den Grenzübergang Al-Schib (iranisch: Tschasabeh) zum Iran geschlossen und dies mit Sicherheitsbedenken begründet. Ein irakischer Grenzbeamter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Schließung diene einer Sicherheitsüberprüfung und der Installation von Geräten, mit denen geschmuggelte Waren entdeckt werden sollen. Der Übergang bleibe für Reisende und den Warenverkehr bis auf Weiteres geschlossen, berichtet Radio Free Europe/Radio Liberty.
Iranische Stellen bestätigten die Schließung und erklärten, es liefen Gespräche über eine Wiederöffnung; Reisenden und Lkw-Fahrern rieten sie, auf den Übergang Schalamtsche auszuweichen. Zwei irakische Politiker sagten der Nachrichtenagentur AFP, die USA drängten Bagdad, weitere Übergänge zu schließen; dann könnten nur noch zwei in Betrieb bleiben.
Irak und Iran teilen eine mehr als 1.400 Kilometer lange Grenze. Hintergrund ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran: Teheran schränkt die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ein, Washington hält eine Blockade iranischer Häfen aufrecht.
