Kehrtwende der Wahlkommission: Belege aus Wahlmaschinen werden doch gestempelt
Die Zentrale Wahlkommission hat ihre Anweisungen für die Präsidentenwahl am Sonntag geändert. Ohne Stempel war unklar, wie die Belege gezählt werden sollten.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Bulgariens Zentrale Wahlkommission (ZIK) hat am Mittwoch ihre Anweisungen für die Stimmabgabe per Maschine geändert. Die Belege, die die Wahlgeräte nach der Stimmabgabe ausdrucken, werden bei der Präsidentenwahl am Sonntag nun doch von einem Mitglied des Wahlvorstands gestempelt. In der ursprünglich beschlossenen Fassung war das, anders als bei den vergangenen Wahlen, nicht vorgesehen. Das hatte die Frage aufgeworfen, wie Belege ohne Stempel zu zählen wären.
Nach der neuen Anweisung prüft der Wähler auf dem Beleg seine Wahl, faltet ihn und lässt ihn von einem Mitglied des Wahlvorstands stempeln. Danach muss er ihn in die gesonderte Urne für Maschinenbelege werfen. Im Inland wird in 9.373 Wahllokalen per Maschine gewählt, in Lokalen mit mehr als 780 Wählern stehen zwei Geräte. Insgesamt sind für den Wahltag 11.622 Maschinen eingeplant.
Rund 6,59 Millionen Bulgaren sind wahlberechtigt. Im Ausland gibt es 613 Wahllokale, in 242 davon wird per Maschine abgestimmt. Der Wahlkampf endet am Freitag um Mitternacht, am Samstag folgt der Tag der Besinnung. Die ZIK will die Ergebnisse 48 Stunden nach der Wahl bekanntgeben.
