KI-Agenten für die Arzneimittelentwicklung: OpenAI kauft Start-up Orchestra Bio
OpenAI übernimmt das Start-up Orchestra Bio, dessen KI-Agenten Pharmafirmen bei der Steuerung von Entwicklungsprogrammen helfen. Team und Technik gehen in OpenAIs Lebenswissenschafts-Sparte Rosalind auf.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
OpenAI hat das Start-up Orchestra Bio aus San Francisco übernommen, wie zuerst das Portal Axios berichtete. Die finanziellen Bedingungen wurden nicht bekannt gegeben. Orchestra entwickelt KI-Agenten, die Pharmaunternehmen bei der Arzneimittelentwicklung unterstützen: Sie überwachen Studien und Zeitpläne, melden mögliche Verzögerungen und zeigen etwa, wie sich eine fehlgeschlagene Produktionscharge auf ein Programm auswirkt. Die Entscheidungen treffen weiterhin Wissenschaftler und Projektleiter.
Team und Technik sollen in Rosalind aufgehen, OpenAIs Reihe von KI-Modellen und Werkzeugen für Forscher in den Lebenswissenschaften. Das Modell GPT-Rosalind hatte OpenAI im April vorgestellt; es ist ausgewählten Unternehmenskunden vorbehalten, darunter Moderna. „Unser Ziel ist es, Wissenschaftlern zu helfen, Entdeckungen zu machen und die Arbeit zu bewältigen, die nötig ist, um daraus Behandlungen zu machen“, erklärte OpenAI.
Orchestra Bio wurde im Herbst 2022 gegründet und hatte laut Decrypt unter Berufung auf Daten von Caplight rund 20 Millionen Dollar eingesammelt, unter anderem von Andreessen Horowitz. Mit dem Medizintechnikhersteller Orchestra BioMed ist die Firma nicht verbunden. Auch Konkurrent Anthropic baut sein Angebot für die Biowissenschaften aus.
