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Iran: Mindestens 94 Tote bei Kämpfen im Südosten – Anwalt festgenommen

Laut der Menschenrechtsgruppe HRANA eskaliert die Gewalt im Südosten Irans. In Isfahan wurde ein Anwalt festgenommen, der eine Heirat vor einer Hinrichtung publik machte.

Symbolbild: Historische Windmühlen in der Region Sistan im Südosten Irans

Symbolbild · Foto: Dolphinphoto5d / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bei bewaffneten Angriffen und Sicherheitseinsätzen im Südosten des Iran sind seit dem 31. März mindestens 94 Menschen getötet und 33 verletzt worden. Das berichtete die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation HRANA am Montag. Die Kämpfe würden häufiger, und es kämen schwerere Waffen zum Einsatz.

Iranische Behörden nahmen zudem den Anwalt Amirsalar Davoudi am Sonntag bei einer Gerichtsanhörung in Isfahan fest, wie CBS News unter Berufung auf die Rechtsbeobachtungsstelle Dadban berichtete. Er hatte geholfen, eine Eheschließung im Gefängnis am Vorabend der Hinrichtung eines Demonstranten zu organisieren und publik zu machen. HRANA bestätigte die Festnahme; sein Aufenthaltsort sei unklar.

HRANA hatte vergangene Woche gemeldet, dass im Iran zwischen Oktober 2025 und Anfang Oktober 2026 mindestens 2.003 Menschen hingerichtet wurden, 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Darunter seien 69 Hinrichtungen aus politischen oder Sicherheitsgründen, 35 davon im Zusammenhang mit den Protesten vom Januar 2026. UN-Experten bezeichneten den Iran als weltweit „produktivsten Henker“ pro Kopf.

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