Schüsse an Schule bei Marseille: 14-Jähriger verletzt Schulleiter und Lehrkraft
In Aubagne hat ein Schüler mit einer Langwaffe auf Lehrkräfte geschossen. Zwei Verletzte sind nicht in Lebensgefahr, ein Mitarbeiter überwältigte den Jugendlichen.
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An einer Mittelschule in Aubagne östlich von Marseille hat ein 14-jähriger Schüler am Montag Schüsse abgegeben. Der 53-jährige Schulleiter und eine 37-jährige Lehrkraft wurden von Schrotkugeln getroffen, ein dritter Mensch wurde gestreift. Nach Angaben der Behörden besteht für die Verletzten keine Lebensgefahr, Schüler wurden nicht verletzt. Laut Staatsanwältin Audrey Jouaneton hatte der Jugendliche die Waffe in einem Gitarrenkoffer mitgebracht und mindestens vier Schüsse abgegeben, bevor ein Mitarbeiter ihn entwaffnete.
Die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest, auch sein Vater kam in Gewahrsam. Ermittelt wird wegen versuchten Mordes. Das Motiv ist unklar. Präfekt Jacques Witkowski sagte, der Jugendliche sei weder wegen Straftaten noch wegen Radikalisierung bekannt. Einen Zusammenhang mit den seit Wochen andauernden Schülerprotesten in Frankreich sehen die Ermittler nicht.
Innenminister Laurent Nuñez sagte, man versuche zu verstehen, wie der Jugendliche an die Waffe gekommen sei. Präsident Emmanuel Macron lobte die Besonnenheit und das vorbildliche Verhalten des Personals. Bildungsminister Édouard Geffray sagte, Schulen könnten nicht alles leisten, nötig sei eine gesellschaftliche Antwort. Die Stadt bietet Schülern psychologische Betreuung an.
