Klingbeil lässt Zukunft als SPD-Chef offen: „Nicht darum, dass ich am Amt klebe“
Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas will der Vizekanzler die Doppelspitze erhalten. Ob er selbst wieder antritt, ließ er offen. Die gesamte SPD-Führung wird um den Jahreswechsel neu gewählt.
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SPD-Co-Chef Lars Klingbeil hat nach dem Rücktritt von Bärbel Bas offengelassen, ob er erneut für den Parteivorsitz kandidiert. „Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt“, sagte der Vizekanzler und Finanzminister am Montagabend im ZDF-„heute journal“. Es gehe „auch nicht darum, dass ich am Amt klebe“. An der Doppelspitze wolle er festhalten, berichtete AFP.
Auf einem Parteitag um den Jahreswechsel soll die gesamte Führungsriege der SPD neu gewählt werden. Wen die Partei für die Spitzenämter nominiert, will die Parteiführung laut Klingbeil gemeinsam entscheiden; auch programmatische Fragen müssten geklärt werden. Als möglicher Kandidat wird Verteidigungsminister Boris Pistorius gehandelt, der Ambitionen jedoch zurückwies.
In der ARD sagte Klingbeil mit Blick auf die Angriffe auf Bas, es seien „Grenzen überschritten“ worden. Bereits am Vormittag hatte er die Attacken während ihrer Trauerzeit als „unanständig“ bezeichnet. Bas habe trotz des Trauerfalls mehrere Gesetze in die Frühkoordinierung gegeben, der Zeitplan für die Rentenreform sei eingehalten worden. Unionspolitiker hatten ihr vorgeworfen, vereinbarte Reformen zu verzögern.
