Berliner Abgeordnetenhaus schrumpft auf 153 Sitze – AfD holt Mandat in Spandau
Ein Übermittlungsfehler in Spandau verschob ein Direktmandat von der CDU zur AfD, dadurch entfallen Ausgleichsmandate. Linke, Grüne und SPD kommen weiter auf 91 der 153 Sitze.

Symbolbild · Foto: UMO1 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das neue Berliner Abgeordnetenhaus wird kleiner als zunächst angenommen. Der Landeswahlausschuss stellte am Montag das endgültige Ergebnis der Wahl vom 20. September fest: Statt 158 hat das Parlament 153 Sitze. Grund ist nach t-online-Angaben ein Übermittlungsfehler im Spandauer Wahlkreis 1. Dort gewann AfD-Kandidat Tommy Tabor das Direktmandat und nicht CDU-Kandidatin Bettina Meißner.
Weil die CDU dadurch weniger Überhangmandate hat, werden vier Ausgleichsmandate weniger benötigt. CDU, Grüne und SPD haben je einen Sitz weniger als zunächst berechnet, die Linke zwei. Die Sitzverteilung: Linke 45 (25,7 Prozent), CDU 33 (18,8), AfD 29 (16,3), Grüne 25 (14,3) und SPD 21 (12,1).
An den Machtoptionen ändert die Korrektur nichts. Für eine Mehrheit sind 77 Sitze nötig. Linke, Grüne und SPD, die derzeit sondieren, kämen auf 91 Sitze, ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD auf 79. Die bisherige Koalition aus CDU und SPD hat keine Mehrheit mehr.
