Schwarzmeer-Konferenz in Sofia: Jotowa spricht von „realen Kriegshandlungen“
Verteidigungsminister Stojanow wartet weiter auf Satellitenbilder der NATO. Innenminister Demerdschiew will das Wrack mit einer Tiefsee-Drohne untersuchen und US-Experten hinzuziehen.
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Bei einer internationalen Konferenz zur Sicherheit im Schwarzen Meer und in Osteuropa in Sofia hat Präsidentin Ilijana Jotowa die jüngsten Angriffe auf Handelsschiffe in Bulgariens ausschließlicher Wirtschaftszone als neue Eskalation bezeichnet. Es handle sich um „reale Kriegshandlungen“ und nicht um Zwischenfälle, sagte sie am Montag (12.10.) laut BNT. Bulgarien sei bereit, bei Verhandlungen der sechs Anrainerstaaten eine aktive Rolle zu spielen – Ziel sei ein Moratorium für Kampfhandlungen und eine gemeinsame Sicherheitszone auf dem Meer.
Verteidigungsminister Dimitar Stojanow sagte, Aufklärung und Überwachung im Schwarzen Meer würden verstärkt, für Militäreinheiten und kritische Infrastruktur gälten zusätzliche Schutzmaßnahmen. NATO-Staaten hätten sich den Ermittlungen angeschlossen; um Satellitenbilder habe Bulgarien die NATO gebeten, sie seien aber bislang nicht geliefert worden.
Innenminister Iwan Demerdschiew kündigte an, das Wrack mit einer speziellen Tiefsee-Drohne zu untersuchen und US-Experten hinzuzuziehen, um Drohnenteile oder Spuren zu finden, die auf die Urheber der Angriffe hinweisen. Zudem arbeite man an der Anschaffung neuer Patrouillenschiffe für die Grenzpolizei auf Basis einer Kampfplattform, die auch komplexe Einsätze auf offener See bewältigen sollen.
