Fall Iva M.: Untersuchungen in Pirogow – Sofia will Grenzübertritt klären
Die in Nordmazedonien angeklagte Doppelstaatlerin bleibt mehrere Tage in der Neurochirurgie. Innenminister Demerdschiew lässt prüfen, wann und wie sie die Grenze passierte.

Symbolbild · Foto: Bin im Garten / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die bulgarisch-nordmazedonische Doppelstaatlerin Iva M., die nach einem schweren Verkehrsunfall bei Kočani vor rund einem Jahr in Nordmazedonien angeklagt ist, liegt seit Montag (12.10.) in der Neurochirurgie der Sofioter Klinik Pirogow. Wegen Komplikationen nach ihren Verletzungen seien Untersuchungen über mehrere Tage geplant, berichtet BNT. Ihr bulgarischer Anwalt hatte sie in Kočani abgeholt.
Innenminister Iwan Demerdschiew kündigte an, sie werde befragt, ob, wann, wie und wo sie die Grenze überquert habe; bei Bedarf erhalte sie Personenschutz. Skopje habe sich nicht bei seinem Ministerium gemeldet, sagte er laut BTA. Außenministerin Welislawa Petrowa erklärte, ihr Ressort sei nicht beteiligt gewesen; es handle sich um einen humanitären Fall, auf den es in Nordmazedonien keine Reaktion gegeben habe.
Präsidentin Ilijana Jotowa will die Frau treffen, sobald es möglich ist. Nordmazedoniens Innenministerium hat nach eigenen Angaben keine Ausreise registriert, das Außenministerium spricht von Flucht und will EU und Europarat informieren. Das Verfahren in Kočani läuft laut ihrem Anwalt weiter, womöglich in ihrer Abwesenheit.
