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Demerdschiew: Russland-Spur bei Schiffsangriffen wird vorrangig geprüft

Bulgariens Innenminister sieht nach eigenen Worten einen Zusammenhang zwischen den Bombendrohungen und seinen Vorwürfen gegen Peewski – mehr Personenschutz lehnt er trotz Drohungen gegen ihn ab.

Titelgrafik: Bulgarien – Innenminister Demerdschiew

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Hinter den Angriffen auf Schiffe im Schwarzen Meer könnte Russland stehen: Ein Nachrichtendienst habe dies im Konsultativrat für nationale Sicherheit als führende Version genannt, sagte Innenminister Iwan Demerdschiew am Sonntagabend in der bTV-Sendung „120 Minuten“. Diese Version werde nun geprüft. Die Angriffe hätten sich in internationalen Gewässern innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens ereignet, wo das Land zwar retten, aber nicht gegen Schiffe oder Fluggeräte vorgehen dürfe.

Zu den Bombendrohungen per E-Mail, in denen nach Angaben der Cyberpolizei auch er selbst bedroht wird, sagte der Minister, er habe keinen verstärkten Personenschutz und habe keine Angst. Er sehe eine „äußerst unangenehme Gesetzmäßigkeit“: Die Wellen fielen zeitlich mit seinen Enthüllungen im Parlament über Flüge von DPS-Chef Deljan Peewski zusammen. Peewski selbst als Urheber zu benennen, gehe er nicht so weit – offensichtlich wolle aber jemand die öffentliche Aufmerksamkeit verlagern.

Peewski bestreite die Flüge nicht, sondern sage, er und seine Familie hätten sie bezahlt; wer das behaupte, müsse es beweisen, so Demerdschiew nach Angaben der Nachrichtenagentur BTA. Zu mutmaßlichem Missbrauch öffentlicher Mittel bei öffentlichen Aufträgen – Leitplanken seien nur einer der betroffenen Bereiche – liege ein Teil der Beweise bereits bei der Staatsanwaltschaft.

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