Handy-PIN und Arztbefund: Was zufriedene Paare miteinander teilen
Eine Umfrage der Partnervermittlung ElitePartner unter 4.350 Menschen in Beziehungen zeigt: Zufriedene Paare reden deutlich häufiger über Ängste und Geheimnisse.

Symbolbild · Foto: Redd Angelo reddangelo16 / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
Wer in seiner Beziehung zufrieden ist, öffnet sich dem Partner offenbar deutlich stärker. Das legt die „ElitePartner-Studie 2026“ nahe, die die Online-Partnervermittlung Anfang Oktober in Hamburg veröffentlicht hat. Das Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß befragte dafür im Oktober und November 2025 online 4.350 Menschen in Partnerschaften im Alter von 18 bis 69 Jahren in Deutschland; die Stichprobe ist nach Alter, Geschlecht und Bundesland quotiert und gewichtet. Einschränkungen: Auftraggeber ist ein kommerzieller Anbieter, befragt wurden nur Internetnutzer, und die Zahlen zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen.
Am häufigsten teilen Paare ihre Arztbefunde (68,7 Prozent). 65,1 Prozent vertrauen dem Partner Erlebnisse an, von denen sonst niemand erfährt, 60,3 Prozent sprechen offen über Ängste, 55,7 Prozent kennen die Zugangscodes von Handy oder Laptop des anderen. Über sexuelle Wünsche reden 39,1 Prozent. Groß sind die Unterschiede nach Zufriedenheit: Über Ängste sprechen 65 Prozent der zufriedenen, aber nur 24 Prozent der unzufriedenen Befragten, über sexuelle Wünsche 43 gegenüber 11 Prozent. Kaum aussagekräftig ist dagegen die stets offene Badezimmertür (33 gegenüber 31 Prozent).
Auch das Alter spielt eine Rolle: Gemeinsames Zähneputzen am Waschbecken gehört für 56 Prozent der 18- bis 29-Jährigen dazu, aber nur für 23 Prozent der 60- bis 69-Jährigen. Arztbefunde teilen dagegen 78 Prozent der Ältesten und 59 Prozent der Jüngsten. „Selbstoffenbarung und emotionale Nähe verstärken sich gegenseitig“, sagt die Diplom-Psychologin Lisa Fischbach, Forschungsleiterin bei ElitePartner. Entscheidend sei, dass der andere positiv reagiere – „mit der Botschaft: Du bist richtig, so wie du bist.“
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