Gjurow in Pernik: Kontrolle über die Regierung gehört in sichere Hände
Präsidentschaftskandidat Andrej Gjurow wirbt in Pernik für ein unabhängiges Staatsoberhaupt als Gegengewicht zur Regierung – und verspricht ausdrücklich nicht, ein „Retter“ zu sein.

Archivbild · Foto: Unbekannter Autor / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Zwei Wochen vor der Präsidentenwahl am 25. Oktober hat Kandidat Andrej Gjurow am Sonntag in Pernik westlich von Sofia für eine unabhängige Präsidentschaft geworben. Die Kontrolle über die Regierung müsse bei jemandem liegen, dem man vertrauen könne, damit diese ihre Arbeit mache, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur BTA bei einem Treffen mit Bürgern. Das stärkste Werkzeug des Präsidenten sei seine Stimme. Er werde die Regierung unterstützen, wenn sie gut arbeite, und sich Entscheidungen gegen das öffentliche Interesse entgegenstellen. Ein Retter wolle er ausdrücklich nicht sein.
Für Pernik nannte Gjurow drei Prioritäten: bessere Verbindungen nach Sofia, ein Ende der Geruchsbelästigung im Viertel Bela Woda und mehr Chancen für junge Menschen. Wegen der Gerüche habe es in diesem Jahr 13 Beschwerden und 10 Kontrollen gegeben, die Quelle sei aber nicht gefunden worden.
Zugleich verwies der frühere Interims-Regierungschef auf die Bilanz seines Kabinetts: faire Wahlen, die Evakuierung von 2.600 Bulgaren aus einem Konfliktgebiet und Hilfe wegen gestiegener Spritpreise. Daten zu rund 7.000 öffentlichen Ausschreibungen seien veröffentlicht und binnen 40 Tagen 180 Millionen Euro an 179 Gemeinden verteilt worden – unabhängig von der Parteizugehörigkeit der Bürgermeister.
