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Linken-Parteitag: Eralp erwartet „ganz, ganz große Mehrheit“ für Koalitionsgespräche

Unmittelbar vor dem Parteitag in Lichtenberg zeigt sich Wahlsiegerin Eralp sicher, dass die Linke den Weg zu Rot-Grün-Rot freimacht. Sie steht unter Personenschutz, vor dem Saal ist Protest angekündigt.

Archivbild: Elif Eralp bei einem Parteitag der Linken in Berlin (Januar 2025)

Archivbild · Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Berliner Linke entscheidet am Samstag auf einem Landesparteitag in Lichtenberg, ob sie Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD aufnimmt. Spitzenkandidatin Elif Eralp, deren Partei die Abgeordnetenhauswahl vor sechs Wochen gewonnen hat, rechnet mit breiter Rückendeckung. „Ich glaube, dass die Partei mit ganz, ganz großer Mehrheit sich hinter mich stellen wird“, sagte sie am Morgen kurz vor Beginn des Treffens dem RBB-Inforadio. Grüne und SPD haben sich bereits für Verhandlungen ausgesprochen.

Eralp sagte, sie fühle sich nicht persönlich bedroht, beklagte aber eine „sehr, sehr vergiftete Debatte“ um ihre Person mit viel Hass, Beleidigungen und Drohungen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen erhält sie an diesem Samstag Personenschutz. Hintergrund sind ein Bericht des „Spiegel“, wonach sie die Sicherheit ihrer Familie gefährdet sah, falls sie sich deutlich zu einem bekannten Palästina-Aktivisten äußere, sowie angekündigte Proteste. Details zur Gefährdungslage nannte sie nicht: „Aber ich verlasse mich darauf, dass die Einschätzung dort richtig ist.“

Vor dem Tagungsort haben linke Gegner einer Regierungsbeteiligung eine Kundgebung angekündigt. Belastet werden die Gespräche vor allem durch die Debatte über den Umgang der Linken mit Antisemitismus. Wann genau die Delegierten abstimmen, war zunächst nicht bekannt. Stimmen sie zu, könnten die Verhandlungen über ein rot-grün-rotes Bündnis bald beginnen.

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